Zur Energiewende 2017

Meinung 19.01.2017 Steffen Hentrich/ Liberales Institut

Quelle: Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

c iStock/Kollektion
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Zu Beginn des Jahres wird die Rechnung für viele Stromkunden wieder teurer.
Durchschnittlich um ein Prozent – in manchen Regionen jedoch deutlich mehr, wie das Vergleichsportal Verivox zum Jahresende mitteilte. Wie schon in den Jahren vorher sind es wieder die hohen Kosten zum Ausbau und zur Integration der Erneuerbaren Energien (EE), die zu Buche schlagen. Wieder steigt die EEG-Umlage, mit der die Förderung der EE-Stromerzeugung zwangsfinanziert wird. Außerdem haben die Übertragungsnetz- und Verteilnetzbetreiber wegen des erhöhten Regelbedarfs und der steigenden Anschlusskosten neuer EE-Kleinanlagen netzgebietsabhängig zum Jahresbeginn die Preise angehoben.

Dabei war der Gabentisch der Energiewende zur Weihnachtszeit reich gedeckt.
Schon am Tag vor Heiligabend sackte der Spotpreis für Strom an der Leipziger European Energy Exchange (EEX) in den Keller, am 25. Dezember 2016 wurde der Strom an der EEX verschenkt. Bis zu 12 Euro musste Nachfragern draufgezahlt werden, damit sie bereit waren, über die lastschwachen Weihnachtstage den Stromüberschuss überwiegend aus Windkraft abzunehmen. Beim Verbraucher kam die Bescherung jedoch nicht an, denn die EEG-Umlage war trotzdem zu zahlen. Sie steigt sogar, wenn die Börsenpreise für Strom niedrig sind, da der Staat den Anlagenbetreibern die Differenz zwischen EEG-Vergütung und durchschnittlichem Marktwert des Stroms vergütet.

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